Gemeinde Aglasterhausen

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So geht der Breitbandausbau voran

Fäden ziehen fürs neue Glasfasernetz - BBV im Eigenregie


Sicherheitsabstand gilt auch, wenn es um den Ausbau des Glasfasernetzes geht: Die Kabelenden, die Aglasterhausens Bürgermeisterin Sabine Schweiger und BBV-Ausbauleiter Marcus Böker in der Hand halten, sollen aber alsbald verbunden werden.

Text und Fotos: Heiko Schattauer, RNZ


Auch in der Krise lässt sich an der Zukunft arbeiten. Vor allem, wenn in der Ausnahmesituation deutlich wird, wie wichtig der Bereich ist, an dem man da gerade arbeitet. In Aglasterhausen ist man nicht nur alphabetisch ganz weit vorn, sondern auch was den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes anbelangt.
In der Zentralgemeinde des Kleines Odenwalds – und nachfolgend auch in den Gemeinden drumherum – will nämlich die Breitbandversorgung (BBV) Deutschland in Eigenregie und für rund 4,2 Millionen Euro das Netz so ausbauen, dass Glasfaserkabel bis in jedes Haus führen. Damit sollen dann Datenübertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit und bis zu 1 Gbit erreicht werden.
Da aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergehenden Ein- und Beschränkungen die öffentliche Informationsveranstaltung zum ambitionierten Ausbauvorhaben in Aglasterhausen nicht stattfinden kann, werden neue Wege eingeschlagen: "Das ist der außergewöhnlichste Pressetermin, den ich je hatte", gestand Media Consultant Thomas Fuchs vergangene Woche beim etwas anderen Start in die Vermarktungsphase. Mit drei Meter Sicherheitsabstand "begegneten" sich da Aglasterhausens Bürgermeisterin Sabine Schweiger, BBV-Netzausbau-Leiter Marcus Böker, Medienmann Fuchs und die RNZ vor dem Rathaus, in Rautenaufstellung, so weit auseinander, dass man sich gerade noch verstehen konnte.

Dass man trotz der Umstände zusammenkam, hat einen guten Grund: Der weitere Breitbandausbau soll trotz Coronakrise möglichst zeitnah angegangen werden. "Gerade in Zeiten wie diesen wird mehr als deutlich, wie wichtig diese Infrastruktur ist, wie bedeutend schnelle und stabile Internetverbindungen sind", befand Sabine Schweiger. Und dementsprechend angetan ist die Rathauschefin vom Vorhaben der BBV, das Glasfasernetz möglichst deckend über Aglasterhausen zu spannen. Der Gemeinderat hatte bereits im Februar volle Unterstützung für das Projekt bekundet, nun also wird es trotz Coronakrise ernst.
Seit Freitag gibt es in der Aglasterhausener Hauptstraße in den Räumen der ehemaligen Backstube Rupp einen BBV-Shop. Der schicke Laden mit großen Toni-Logos (unter dem Namen "Toni" wird das Vorhaben vermarktet) ist zwar – auch das eine seltsame Begebenheit – mit der Eröffnung gleich geschlossen. Beraten wird von den Mitarbeitern am Telefon, via Skype, WhatsApp oder E-Mail aber dennoch. Zu all dem, was BBV in Aglasterhausen in Sachen Ausbau vorhat, welche Leistungen möglich sind, was es kosten wird bzw. was es nicht kosten wird. An der Erstellung eines Links und einem erklärenden Video sei man zudem gerade dran, erläuterte Marcus Böker am Rathaus.
Das Breitbandversorgungsunternehmen verspricht einen (nahezu) kostenlosen Anschluss ans Glasfasernetz – und übernimmt die Kosten für die infrastrukturellen Maßnahmen, die für eine Verlegung der Kabel bis ans Haus notwendig sind. Voraussetzung ist, dass rund 40 Prozent der "Hausemer" den Weg ins Glasfasernetz mitgehen, mindestens 922 Verträge mit Privat- und Geschäftskunden sind nötig, damit sich das Vorhaben trägt. Denn eigentlich, so Böker, schlägt die Herstellung eines Glasfaseranschlusses mit durchschnittlich rund 1400 Euro zu Buche. Wer sich innerhalb der Vorvermarktungsphase für "Toni" entscheidet, hat laut BBV lediglich eine einmalige Anschlussgebühr von 100 Euro zu entrichten, dafür gibt es dann garantierte 100 Mbit und auf Wunsch auch mehr. Für Gewerbetreibend soll es zudem maßgeschneiderte Lösungen geben, die "bis in den Bereich 1 Gbit gehen", so Netzausbau-Leiter Böker.
Am angedachten Zeitfenster will man trotz Coronakrise festhalten, erklärt Thomas Fuchs: Tiefbaumaßnahmen für das erste Ausbaugebiet im Neckar-Odenwald-Kreis sollen im September anlaufen. "Die weitere Planung hängt aber jetzt natürlich davon ab, wie die Resonanz ist", sagt Fuchs. Um das Vorhaben an den Mann und an die Frau zu bringen hat man in Aglasterhausen nicht nur den (aktuell geschlossenen) Shop eingerichtet, sondern auch plakatiert, Toni grüßt im Ort regelmäßig vom Wegesrand. Nachfrage habe es nach den ersten Berichterstattungen schon gegeben, bestätigt Sabine Schweiger, Marcus Böker, Thomas Fuchs und die beratenden Mitarbeiter von BBV wollen nun in der Vermarktungsphase aus Interessenten Teilnehmer machen. Damit man am Ende auf die benötigte Quote für den Ausbaustart kommt.
Dem "Cluster 1" in und um Aglasterhausen sollen dann alsbald weitere im ganzen Kreis folgen, aus dem Kleinen-Odenwald-Projekt soll dann ein Neckar-Odenwald-Projekt werden.
Info: Weitere Infos gibt es unter Telefon: 0 62 62/81.999 20 oder unter www.wir-sind-toni.de

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