Gemeinde Aglasterhausen

Mittelpunktgemeinde im Kleinen Odenwald

Impressum    |    Inhalt

Erfahren Sie aktuelle Neuigkeiten sowie interessante historische Informationen über die Gemeinde Aglasterhausen und deren Ortsteile Breitenbronn, Daudenzell und Michelbach

>> Aktuelles & Gemeinde

 
Im Bereich Rathaus & Verwaltung haben Sie Zugriff auf Informationen und Services aus dem Rathaus, sowie aus dem Mitteilungsblatt und dem Gemeinderat

>> Rathaus & Verwaltung

 
Erfahren Sie was die Gemeinde Aglasterhausen so lebenswert macht - sowohl für jung als auch für alt

>> Leben & Lernen

 
Die Gemeinde Aglasterhausen ist vielfältig und bieten zahlreiche Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung und den Tourismus

>> Freizeit & Tourismus

 
Erfahren Sie welche Betriebe und Gewerbe es vor Ort in Aglasterhausen gibt

>> Handel & Gewerbe

Rathauseinweihung Aglasterhausen - Nachlese

„Haben wir vielleicht doch zu klein gebaut?“ Ob des Riesenandrangs bei der feierlichen Einweihung im neuen Rathaus von Aglasterhausen beschlichen Architekt Thomas Müller dann doch (nicht ganz ernst gemeinte) Zweifel. Nein, hat man natürlich nicht, wenn auch der neue Ratsaal im lichtdurchfluteten Anbau für dieses Mal nicht ausreichte, um all die Gäste der Einweihung zu fassen. Voll waren also nicht nur der Saal und das – in weiser Voraussicht großzügig dimensionierte – Foyer. Selbst im Gang reihten sich die Zuhörer, als Bürgermeisterin Sabine Schweiger gestern um die Mittagszeit die Einweihungszeremonie am Rathaus eröffnete. Drei Jahre lang hat man das Verwaltungsgebäude, Baujahr 1880, umgebaut und erweitert, energetisch saniert, barrierefrei gemacht und den Ansprüchen der Zeit angepasst. Knapp zwei Millionen Euro flossen in die Sanierung und Erweiterung.
Nach der sensationellen Punktlandung, die den Schweizern mit ihrem Gotthardtunnel dieser Tage gelungen ist, musste die Frage schon erlaubt sein: Hat man den Kosten- und Zeitplan einigermaßen einhalten können? Die zufriedenstellende Antwort: Man hat. 1,8 Mio. Euro waren vor Beginn der umfangreichen Maßnahmen als Kosten kalkuliert worden, 1,96 Mio. Euro hat das neue Rathaus am Ende gekostet. „Ein erstaunliches Ergebnis“, findet Architekt Thomas Müller, denn es habe eine ganze Reihe „ergänzender Maßnahmen“ gegeben. Da mussten Rohrleitungen überraschend erneuert oder Giebel doch besser neu aufbetoniert werden. „Darauf sind wir schon stolz“, sagt auch Bürgermeisterin Schweiger und fügt an: „Wir sind glücklich mit dem Ergebnis.“ Sowohl finanziell als auch optisch und funktionell, wohlgemerkt.
Im Rahmen der Einweihung erinnerte sie an eine aufreibende Umbauzeit im laufenden Betrieb. Dem eigentlichen Startschuss, den Rohbauarbeiten im und am denkmalgeschützten alten Rathaus im Mai 2014, folgten etliche hausinterne Umzüge, die Verwaltungsräume glichen zwischenzeitlich einem Labyrinth. „Unser hoher Dienstleistungsanspruch wurde nie tangiert“, stellt Schweiger allerdings klar, dass trotz Staub und Umleitungen die Anliegen der Bürger stets bearbeitet wurden, wie es sein sollte.
Die Bürgermeisterin verdeutlichte auch noch einmal die Notwendigkeit der Sanierung und Erweiterung, für die bereits 2007 die ersten Pläne gemacht worden waren. „Absolut dringlich“ sei das mit Zuschüssen des Landes gestemmte Projekt gewesen. Nicht nur, weil man im alten Rathaus ein Gefühl „wie beim Besuch bei einer alten Tante“ (wie Schweiger es durchaus treffend beschrieb) bekommen konnte. Der Raumbedarf konnte nicht mehr abgedeckt werden, energetisch gab’s ebenfalls dringenden Handlungsbedarf, barrierefrei war kein einziger Raum zu erreichen.
Nachdem das Thema aufgrund anderer Projekte und einer finanziell schwierigen Lage mehrere Jahre weitestgehend ruhte, markierte im Mai 2013 die Sanierung der Heizungsanlage den Startschuss für den Rathausumbau. In der Folge wurde das angrenzende Feuerwehrgerätehaus überbaut, in einem Anbau Richtung Bahnhofstraße ein Aufzug eingebaut. Altes wurde geschickt mit Neuem kombiniert, wovon sich gestern zahlreiche Gäste bei der Einweihung überzeugen konnten.
Ein paar davon kamen gleich eingangs zu Wort. So würdigte MdB Alois Gerig die Vorarbeit von Alt-Bürgermeister Erich Dambach, während Bundestagskollegin Dr. Dorothee Schlegel das „offene Rathaus“ als guten Ort für die Pflege der Demokratie sieht. MdL Georg Nelius befand: „Die Zuschüsse des Landes sind gut angelegt.“
Nachdem die Kinder aus dem kommunalen Kindergarten das Donnergrollen von draußen fröhlich weggesungen hatten, war es an der Zeit, dem neuen Haus auch Segen zu spenden. Das Rathaus möge weiter ein Ort „guter Begegnungen bleiben“ wünschte sich Pfarrer Volker Wahlenmeier, dessen katholischer Kollege Helmut Löffler sodann den Segen fürs neue Rathaus erteilte.
Dorothee Schlegels Ansatz vom offenen Rathaus folgend, standen die Türen gestern Nachmittag im ganzen Haus für Interessierte offen, im Gerätehaus war bei Bewirtung durch die Feuerwehr(kapelle) Gelegenheit, das geglückte Projekt noch einmal zu erörtern oder Baustellengeschichten auszutauschen.

Quellenangabe Text und Bild 1 und 2: RNZ; Bild 3: Gemeinde